17. August 2010 (Di.)
„Effektiv und modern“
Abschlussbericht zu den Erfolgsfaktoren von NetWork.21 liegt vor
Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, bescheinigt dem Mentoringmodell „NetWork.21“, dass die Verknüpfung klassischen Mentorings mit der Förderung und Unterstützung zivilgesellschaftlichen Engagements eine höchst effektive und moderne Lernstrategie darstelle, die den besonderen Bedingungen der Wissensgesellschaft Rechnung trage. Die Thomas-Morus-Akademie Bensberg war Träger des dreijährigen Projektes, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds gefördert wurde. Zum Projektabschluss hat das BMFSFJ den ausführlichen Evaluationsbericht der wissenschaftlichen Beraterinnen Dörthe Jung und Steffi Schubert veröffentlicht.
8. Dezember 2009 (Di.)
Erfolg durch Vielfalt
Erfahrungen – Resümee – Perspektiven
Abschlusstagung des Projekts NetWork.21
Auf der erfolgreichen Fachtagung in Berlin am 25. Mai 2009 und auch später bei persönlichen Gesprächen mit den Projektbeteiligten gab es den vielfachen Wunsch nach einem abschließenden Treffen in der Thomas-Morus-Akademie in Bensberg. Diesen Wunsch wollen wir nun nachkommen und laden Sie ganz herzlich zu der Abschlusstagung des Projekts NetWork.21 „Erfolg durch Vielfalt“. Erfahrungen – Resümee – Perspektiven am 12. und 13. Dezember 2009 (Sa.-So.) nach Bensberg ein.
Das Projekt NetWork.21 startete 2006 als Modellprojekt in den Themenbereichen Gender und Transkulturalität sowie zivilgesellschaftlichem Engagement. Viel hat sich im Laufe der Projektzeit entwickelt und verändert. Bei allen Veränderungen ist die „Philosophie“ des Projekts die gleiche geblieben: „Durch gemeinsames Erleben und Reflektieren NetWork.21 selbst als einen Erfahrungs- und Lernort der transkulturellen Gesellschaft zu gestalten und zu qualifizieren.“
Die Abschlusstagung bietet allen Projektbeteiligten (Mentees, Mentoren/innen, TeilnehmerInnen und ReferentInnen der Veranstaltungen, Beirat- und Arbeitskreismitgliedern, BewerberInnen) der drei Projektjahre die Möglichkeit, ein nachhaltiges Resümee des Projekts NetWork.21 zu ziehen, motivierend und aktivierend mögliche Zukunftsperspektiven zu vermitteln, Netzwerke zu verstärken, neue zu knüpfen und das Erreichte zu feiern. Gemeinsam mit dem BMFSFJ und der wissenschaftlichen Begleitung werden wir noch einmal zurückschauen, aber auch nach vorne blicken.
Besonders freuen wir uns auch, dass wir den Kabarettisten und Schauspieler Fatih Çevikkollu für diese Abschlusstagung gewinnen konnten. Er wird uns Auszüge aus seinem neuen aktuellen Programm „Komm zu Fatih“ (www.fatihland.de) präsentieren.
Herzlich laden wir Sie zu diesem vielfältigen Wochenende nach Bensberg ein.
13. November 2009 (Fr.)
Bewerben Sie sich weiterhin als Mentee für NetWork.21 – bis zum 20. November 2009
Mentorinnen und Mentoren des Projekts wollen weitermachen
Das Projekt NetWork.21 führt im Dezember 2009 seine letzte Veranstaltung durch (vgl. Artikel unten) und das Ende der Projektlaufzeit rückt immer näher. Sehr häufig war in den letzten Wochen und Monaten zu hören: Wir müssen weitermachen, NetWork.21 soll fortbestehen.
Viele der Mentorinnen und Mentoren und auch einige der ehemaligen Mentees des Projekts NetWork.21 sind nun an das Projektteam herangetreten und haben ihre Bereitschaft erklärt, weiterhin als Mentorin bzw. Mentor zur Verfügung zu stehen.
Dieses Engagement wird auch als ein Beitrag zur nachhaltigen Sicherung der Philosophie des Projekts NetWork.21 verstanden.
Von Beginn an, war allen Beteiligten und InitiatorInnen eines weiteren Mentoringzyklus klar, dass dieser unter völlig anderen Rahmenbedingungen stattfinden muss, es keine finanzielle Unterstützung der Tandems geben wird und auch der gemeinsame Reflexionsraum nicht mehr durch das Projekt bereit gestellt werden kann. Dennoch gab und gibt es eine hohe Motivation auch unter diesen veränderten Rahmenbedingungen.
Im Herbst 2009 hat nun das Projektteam noch einmal alle Mentorinnen, Mentoren und Mentees der drei Mentoringzyklen nach Ihrer Bereitschaft befragt.
Bisher haben sich 17 MentorInnen und 3 ehemalige Mentees der drei Mentoringzyklen und ein AK- Mitglied bereit erklärt, das Amt der Mentorin / des Mentors zu übernehmen.
Der nun ins Auge gefasste Mentorinzyklus wird nicht die Rahmenbedingungen und Notwendigkeiten eines formellen Mentorings entsprechen können, dennoch ist dies Engagement wertzuschätzen und so weit als möglich zu unterstützen.
Im gewissen Sinne könnte man von einem „teilformellen“ Mentoring sprechen, das auf die im formellen Mentoring des Projekts NetWork.21 rekrutierten Ressourcen und Kompetenzen zurückgreift und aufbaut.
Aber:
Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, Interesse und Engagement in den Themenbereichen Transkulturalität, und Gender mitbringen, am Ende des Studiums stehen oder den Berufseinstieg gerade vollzogen haben und sich in dieser Situation die Unterstützung durch eine Mentorin, einen Mentor wünschen, dann können Sie sich noch bis zum 20. November 2009 Ihre Bewerbungsunterlagen einreichen. Die notwendigen Formulare und Hinweise zur Bewerbung finden Sie auf dieser Homepage (Bewerbungsformular)
Möglichst schnell werden wir von Seiten des Projektteams noch die Auswahl der Mentees vornehmen und sollten Sie zu den Glücklichen gehören, die an diesem teilformellen Mentoring im Rahmen von NetWork.21 teilnehmen können, so könnte der Dezember für Sie schon zum Start in einen neuen Lebensabschnitt werden, der Ihnen viele neue Kontakte ermöglicht und in dem Sie auf vielfältige Weise Unterstützung und Begleitung erfahren werden.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung
Barbara Baumann und Filiz Elüstü
Projektteam NetWork.21
13. November 2009 (Fr.)
Viedeo zum Network.21
Vorstellung des Projekts
Die Langversion des Films finden Sie hier.
30. Juli 2009 (Do.)
Newsletter
Ausgabe 4/2009
Die aktuelle Ausgabe des Newsletter ist verfügbar.
11. Mai 2009 (Mo.)
Mentoring in einer transkulturellen Gesellschaft
Modellprojekt NetWork.21 diskutiert neuen Förderansatz - politisch und fachlich
Mentoring hat sich in den letzten Jahren vor allem als Förderinstrument für den Karriereweg von Frauen bewährt. Das Modellprojekt NetWork.21 entwickelt die-sen Ansatz seit 2007 auf originelle Weise weiter: mit Frauen und Männern und mit einem großen Anteil junger Akademikerinnen mit Migrationshintergrund. In drei Jahren gegenseitigen Austauschs, gemeinsamen Lernens und professioneller Ent-wicklung neuer Perspektiven hat das Projekt neue Elemente "guter Praxis" des Mentoring entiwickelt: für die Kooperationen zwischen Organisationen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft und für ein neues Miteinander unterschiedlicher Kulturen.
Am 25. Mai 2009 stellt NetWork.21 sein Modell bei einer Tagung in Berlin vor - und lässt es fachlich und politisch diskutieren. Dabei geht es vor allem um die Chan-cen von Mentoring in Unternehmen und Organisationen. Mitdiskutieren werden u.a. die Unternehmensberaterin Faize Berger und der Produktentwickler Thomas Müller-Kirschbaum - außerdem die Vorsitzende des Forums Mentoring, Christine Kurmeyer sowie Mentees, Mentorinnen, Leiterinnen und Wissenschaftlerinnen des Projekts.
NetWork.21 versteht die persönliche Begleitung von Berufseinsteigerinnen und Be-rufseinsteigern nicht nur als Mittel individueller Förderung. Auch Institutionen und letztlich die Gesellschaft sollen so verändert werden - in Richtung auf transkulturel-le Offenheit und Geschlechtergerechtigkeit.
11. März 2009 (Mi.)
Viel Kompetenz für ein Kompetenzzentrum
Werkstattgespräch zur Zukunft von NetWork.21
NetWork.21 befindet sich in seinem dritten und letzten Mentoring-Durchgang als Modellprojekt. Ist mit 2009 also alles vorbei? Wohin dann mit den "Juwelen" - technischer: den best-practice-Erfahrungen, die seit 2007 gesammelt wurden? Sollen sie nur in Berichten schwarz auf weiß abgelegt und dann allmählich vergessen werden?
Ein Werkstattgespräch am 6. und 7. März 2009 führte nicht nur Mentorinnen und Mentees und Mitglieder des Arbeitskreises zusammen, sondern auch Vertreterinnen anderer Organisationen, etwa vom Forum Mentoring der Hochschulen, von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, dem Bundesverband der Migrantinnen sowie eine Reihe weiterer Interessierter.
In sehr begrenzter Zeit gelang es, aus unterschiedlichen Perspektiven und Interessen das Profil eines Kompetenzzentrums für Mentoring zu entwickeln, das bestehende und neu entstehende Projekte beraten, qualifizieren und verbinden kann. Network.21 hat gezeigt, dass gerade die Kombination der Themen Gender – Transkulturalität und zivilgesellschaftliches Engagement eine besondere Dynamik und damit auch spezifische Lernerfahrungen ermöglicht, die den Charme des bisherigen Modells Network.21 ausmachen.
Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Werkstattgesprächs war klar: Mentoring ist nicht nur ein Instrument individueller Förderung, es verändert auch die beteiligten Organisationen. Die Idee ist, mit einem entsprechenden Kompetenzzentrum die Aufgaben einer Service-Agentur mit den Entwicklungschancen eines Forschungs-Laboratoriums zu verbinden.
So könnten sowohl Einzelprojekte an Hochschulen unterstützt und mitgetragen werden als auch Mentoringprogramme im Rahmen von Schulen, Vereinen, Kommunen und Unternehmen.
Ausgehend von den bisherigen Erfahrungen in Network.21 bedarf es über das reine Mentoring heraus eines Reflexions- und Erfahrungsraumes, um die individuellen und gesellschaftlich relevanten Aspekte miteinander zu verbinden und entsprechende Synergien nutzbar zu machen.
Im Zuge des weiteren Modellverlaufs soll die Strategie für den Aufbau des Kompetenzzentrums weiter entwickelt und konkretisiert werden. Interessenten und jede Form von Unterstützung sind weiterhin herzlich willkommen.
23. Dezember 2008 (Di.)
Auf zur letzten Runde!
21 neue Tandems haben sich gefunden
NetWork.21 begibt sich auf die Zielgerade seiner Modelllaufzeit: Mit der Auswahl von 42 neuen Mentees, Mentorinnen und Mentoren hat die dritte Phase begonnen. Im Oktober hatten sich 75 Mentees auf die 21 Mentoring-Plätze beworben. Für die ausgewählten Frauen und Männer im Übergang vom Studium zum Beruf konnte die Projektleitung diesmal auf einen Pool von 110 potentiellen Mentorinnen und Mentoren zurückgreifen. Jedem Mentee wurden zwei BegleiterInnen vorgeschlagen, durch einen anonymisierten Profilbogen. Im November standen dann die neuen Tandems fest, im Dezember bereiteten sie sich an zwei Wochenenden in Bensberg auf ihre Zeit im Projekt vor - noch getrennt. Erst beim Auftakt im Januar 2009 werden sie offiziell ihre Mentoring-Vereinbarungen schließen. Die meisten Tandems haben sich aber inzwischen schon kennen gelernt.
NetWork.21 ist auch in seinem dritten Durchgang in jeder Hinsicht "ein bunter Haufen": Die Beteiligten wohnen oder arbeiten von Bremen bis München und von Mainz bis Dresden. Es gibt sogar einige Mentees und MentorInnen mit Arbeitsschwerpunkten in Großbritannien, den Niederlanden und Bulgarien - ein weit gedehntes Netzwerk, und NetWork.21 stellt sich der Herausforderung, die Fäden in der Hand zu behalten. Auch was den transkukturellen Hintergrund angeht, glänzt der neue Mentoringzyklus mit "Diversity". Mentees und MentorInnen haben persönliche oder familiäre Wurzeln in Italien und der Türkei, in Bulgarien und Afghanistan, in Russland, China und Korea. Darüber können sich "die Neuen" sicher lange austauschen, aber auch über ihre interdisziplinären Berührungspunkte - denn im Projekt engagieren sich diesmal (um nur einige MentorInnen zu erwähnen) u.a. eine Biologin und eine Fernsehjournalistin, ein Jurist und eine Künstlerin.
Das Engagement schon in der Findungsphase lässt hoffen, dass sich die Neuen nicht nur untereinander, sondern auch mit den Mentees und MentorInnen der vergangenen Jahre vernetzen - und auf den Seminaren auch mit dem interessierten Umfeld von NetWork.21. Denn das große Thema des Jahres 2009 wird neben einem gelingenden Mentoring der Aufbau eines lebendigen Netzwerks sein, dass sich auch ohne die derzeitige Modellförderung nachhaltig weiter entwickelt - damit NetWork.21 mit der letzten Runde seiner Projekt-Erprobung noch lange nicht vorbei sei ...
25. August 2008 (Mo.)
Jetzt Bewerben für die dritte Mentoring-Phase!
Zum dritten Mal fördert NetWork.21 Studentinnen und Studenten bei ihrem Einstieg in den Beruf - durch Mentoring und Seminare. Für 2009 stehen wieder 21 Plätze für die Begleitung durch eine Mentorin oder einen Mentor zur Verfügung, die/der persönlich für Sie ausgewählt wird!
Wenn Sie im Jahr 2009 vom Studium aus den Einstieg ins Berufsleben planen, bewerben Sie sich bei uns für diese individuelle Förderung! Die Bewerbungsfrist endet am 30. Oktober. Nähere Informationen zur Bewerbung finden Sie hier
Auch wenn Sie als Mentorin oder Mentor 2009 am Projekt beteiligen möchte, können Sie jetzt schon Ihr Interesse bei uns anmelden.
3. Juli 2008 (Do.)
Neuer Seminarkalender
Mit dem neuen Newsletter hat NetWork.21 auch sein Seminarprogramm bis Anfang 2009 bekannt gegeben. Sie finden es unter der Rubrik Veranstaltungen. (Link) Anders als im Newsletter angekündigt, sind inzwischen zwei Termine geklärt:
- Das Seminar "Bilder sagen mehr als Worte … Fotomatrix zum Projekt NetWork.21" findet vom13. bis 14. September 2008 (Sa.-So.) in der Jugendherberge Köln-Riehl statt.
- Das Seminar "Welche Rolle spielt die Religion? Persönliche und gesellschaftliche Perspektiven der Transkulturalität" findet vom 15. bis 16. November 2008 (Sa.-So.) im Maternushaus Köln statt
3. Juli 2008 (Do.)
Begleitforschung veröffentlicht Artikel zu NetWork.21
Inzwischen hat die wissenschaftliche Begleitung erste Ergebnisse zu NetWork.21 öffentlich gemacht. Der Fokus dieser Expertise liegt auf der Förderung junger Fachkräfte mit Migrationshintergrund - einem der Schwerpunkte des Projekts. Der Artikel, erschienen in der Fachzeitschrift BWP des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB), hebt hervor, dass NetWork.21 die Migrationsthematik konsequent als Potenzial begreift und dadurch den Mainstream der Migrationsdebatte erweitert.
Sie finden den Beirag als pdf.Datei auf der Homapage der Dörthe Jung Unternehmensberatung.
7. April 2008 (Mo.)
Wegen Überfüllung (fast) geschlossen
Ein Seminar voller Vielfalt zum Thema Diversity
Diskussion, Diskussion, Diskussion" - "Mehr Zeit für Austausch" - "Toll wäre, wenn das Seminar länger dauern würde": Das wünschten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Leitungsteam beim Seminar "Diversity, Corporate Culture und interkulturelle Kompetenz. Welche Qualifikationen braucht die Wirtschaft heute?" Eine dynamische Gruppe, die viel diskutieren, austauschen und viele neue Leute kennenlernen wollte, traf sich zum offenen Wochenendseminar für Studierende und BerufseinsteigerInnen am 29. und 30. März in Bensberg.
Die Seminarausschreibung hatte eine Resonanz gefunden wie bisher noch nie im Projekt: Ein überfüllter Seminarraum mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgiebiet war die Folge. Die Vielfalt der vertretenen Nationalitäten, impulsive Vorträge und die Diskussionsfreudigkeit der TeilnehmerInnen prägten das Wochenende. Eine virtuelle Weltreise mit Carsten Alex brachte am Abend viel Leben in die Veranstaltung.
Mitglieder aus dem Arbeitskreis von NetWork.21 stellten die Referenten/innen vor, moderierten die Diskussionsrunden und führten zum Schluss ein selbst entwickeltes Diversity-Coaching ("Welche Qualifikationen biete ich der Wirtschaft?") mit den TeilnehmerInnen durch.
"Ich bin Kölnerin, linksrheinisch und wohne in Hürth. – Ach ja, ich bin ja statistisch eigentlich Türkin mit Migrationshintergrund."
Schon in der Vorstellungsrunde war die Vielfalt der 38 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beeindruckend. Ihre Eltern oder sie selbst sind geboren in Russland. Italien, China, Deutschland, Türkei, Japan, Indien, Kasachstan, Kroatien, Polen, Peru, Ukraine, Philippinen. So wurde in den Diskussionsrunden nicht nur über persönliche Erfahrungen und Erlebnisse im Berufsleben, sondern auch über das aktuelle Thema "Integration" gesprochen. Deutlich wurde, dass Einzelne auch furch ihre Herkunft eine eigene Vorstellung von Integration entwickelt haben. Eine Chinesin versteht unter Integration etwas anderes als eine Italienerin oder ein Türke. Ein Thema, das ein weiteres Seminar wert wäre!
Engagierte Rückmeldungen
Das Schluss-Feedback fiel ebenfalls vielfältig aus: "Viel 'Diversity'; die zusammenbringt" - "Schade, dass Diversity so negativ beurteilt wird, besonders von Personen, die interkulturelle Erfahrung+Kompetenz besitzen!" - "Chancengleichheit im Unternehmen wurde bestärkt" - "Austausch mit Menschen mit Migrationshintergrund hat mir persönlich viel gebracht" - "Motivation, ich kann es schaffen".
Und was nehmen die Jugendliche aus den Gesprächen für ihre beruflichen und persönlichen Perspektive mit? "Neue Erfahrung und Kenntnisse für das Berufsleben", "Vielfältigkeit von Ansichten", "Motivation besser zu werden", "Die Wirtschaft bietet interessante Arbeitsplätze", "Tipps, offener Lebenslauf, Selbstsicherheit + Offenheit", "Bestärkung auf meinem Berufsweg", "Welche Vorteile ich aus meiner ausländischer Herkunft für meinen Beruf zielen kann", "Es lohnt sich, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen". "Ich hoffe, es gibt bald ein Follow-up-Seminar zu diesem (für mich persönlich) wichtigen Thema."
11. Februar 2008 (Mo.)
"Wir möchten uns verändern"
21 neue Tandems unterwegs
Am 26./27. Januar 2008 fand die offizielle Auftaktveranstaltung statt: Seither sind wieder 21 Mentorinnen und Mentoren damit befasst, ebenso viele Mentees bei ihrem Start ins Berufsleben zu begleiten. Wenn ihr gemeinsamer Weg so erfolgreich wird, wie die Stimmung beim Start gut war, kann die zweite Staffel des Projekts viel erreichen.
Die neuen "Spielorte" von NetWork.21 heißen etwa Aachen und Berlin, Lübeck und Schwabmünchen, und dazwischen liegen noch eine Menge anderer (Salzgitter und Mainz, Bielefeld und Nürnberg, Leverkusen und Oberhaching …). Dies sind die derzeitigen Lebensmittelpunkte der 21 Mentees, die in diesem Jahr ein Studium beenden oder auf der Suche nach einem Berufseinstieg sind. Im Januar schlossen sie mit ihren Mentorinnen und Mentoren in Bensberg Vereinbarungen über die Ziele ihrer Begleitung in dieser Übergangsphase ab. Gemeinsamer Nenner: "Wir möchten uns verändern", also sich entwickeln, wachsen, klären. Die meisten Tandems hatten sich zuvor schon kennen gelernt - gab es doch im Dezember in der Thomas-Morus-Akademie Einführungsseminare und seither die Möglichkeit, mit dem Mentoring "informell" zu beginnen.
Diversity fasziniert
Gemäß der Verwurzelung des Modells im Gender Mainstreaming gehen nun 14 weibliche und 7 männliche Tandems durch das zweite Projektjahr. Ziel von NetWork.21 ist es u.a., die Geschlechter-differenten Erfahrungen im Mentoringprozess einzufangen. Zugleich bilden die Beteiligten eine transkulturelle Gesellschaft im Kleinen: Die Geburtsorte der Mentees und MentorInnen liegen in der Türkei und in Polen, in Russland und dem Libanon, in Korea und in Kamerun. Aber auch wer in Deutschland geboren ist, hat mitunter Eltern aus Indien oder von den Philippinen. Und umgekehrt: Eine Mentorin und ein Mentor sind Deutsche, die in der Schweiz leben und arbeiten, ein Mentee zog nach einer Kindheit im Jemen in sein "Heimatland" Deutschland. Diese "Diversity" der biografischen Erfahrungen macht neugierig aufeinander und prägt die Dynamik des Projekts vom Start weg. Längst geht es um mehr als um Integration: um die gegenseitige Bereicherung durch eine Vielfalt anzapfbarer Quellen.
Gestiegenes Interesse am Projekt
Auf die Ausschreibung hin hatten sich 75 Fachkräfte aus unterschiedlichen Branchen als Mentorinnen und Mentoren beworben, darüber hinaus gaben 34 BewerberInnen der ersten Phase ihre Bereitschaft zu erkennen, weiterhin dabei zu sein. Als Mentees wollten 75 Bewerberinnen und Bewerber dabei sein. Es war also nicht leicht, die 2x21Plätze zu vergeben. Offene Seminare (s. "Veranstaltungen") sorgen dafür, dass sich alle Interessierten am Projekt beteiligen können, auch wenn sie nicht für das Mentoring ausgewählt wurden. Denn das Projekt will ein offenes Netzwerk sein.
7. Januar 2008 (Mo.)
Was meint Mentoring?
Start zur 2. Runde
Ob als BeraterIn, BegleiterIn oder BetreuerIn: MentorInnen sind MittlerInnen. Sie können die Integration von MigrantInnen aus der Welt des Studiums in jene des Berufs und der für sie neuen (Firmen)Kulturen vereinfachen. Ein zweiter Zyklus des Projekts Network.21 wird ab Januar 2008 durchgeführt und begutachtet. Für acht Monate unterstützen erneut 21 MentorInnen mit ihren Erfahrungen 14 Frauen und 7 Männer, bieten Hilfe zur Selbsthilfe an und erleichtern den Zugang zu den Mentees eigenen Ressourcen für das Leben und Arbeiten in der transkulturellen Gesellschaft. Von ihrem Einstieg in das Projekt berichtet hier die Mentorin Brigitte Schneider:
Wesentlich für mein Interesse am Projekt ist der Themenbereich "Interkultureller Dialog", lebe und arbeite ich doch seit Jahren als Deutsche in der Schweiz. Im Dezember '07 wurde ich von einer Mentee ausgewählt und war in Folge auf dem Weg nach Bensberg zur Einführungsveranstaltung zum Thema: "Wie kann ich Autorität werden, um andere im Wachstum zu begleiten?" Als ich über die Frage nachdachte, verfiel ich zunächst in ein typisches Denkmuster: Was bedeutet das für mich, werde ich als MentorIn auch wahrgenommen? Obwohl ich über eigene, langjährige Berufs-Erfahrungen verfüge, beschäftigte ich mich nicht mit meinen verfügbaren Ressourcen, sondern vor allem mit Grenzen, die ich als MentorIn haben könnte. Auf der Fahrt nach Deutschland dachte ich über meinen Weg zur Integration in die schweizerischen Kulturen nach. Dieser führte über das Erlernen von Zuversicht und der lokalen Sprache. Ich werde das Treffen auf mich wirken lassen, am Projekt Freude haben und den Kontakt mit Studierenden genießen, es kommt schon gut, dachte ich.
So war es dann auch. Nachdem ich die Stufen der Thomas-Morus-Akademie erklommen hatte, empfingen mich die MacherInnen mit einem hervorragend "aufgegleisten" Projekt und MentorInnen, die mich mit ihrer Begeisterung beeindruckten und mir ein "das tönt gut" entlockten. Gegen Ende der Veranstaltung bin ich davon überzeugt, das Vertrauen meiner Mentee zu gewinnen und ihre Ziele im Tandem zu erreichen. Sie ist auf ihrem beruflichen Weg von Deutschland in die Schweiz. Ich bin gut vorbereitet.
Brigitte Schneider
31. August 2007 (Fr.)
Jetzt bewerben zur zweiten Projekt-Phase!
Ab sofort bis zum 31. Oktober sucht Network.21 wieder neue Mentees sowie
Mentorinnen und Mentoren. Als Mentee bewerben können sich Studentinnen und
Studenten, die im Jahr 2008 den Übergang in eine Berufstätigkeit vor sich
haben. Als Mentorinnen und Mentoren sind uns erfahrene Fach- und
Führungskräfte willkommen. Im Dezember 2007 werden sich die neuen
Mentoring-Tandems finden. Im Januar 2007 beginnt die neue Förderungs-Phase.
30. August 2007 (Do.)
Projekt mit Modellcharakter
Network.21 ist Teil des Nationalen Integrationsplans der Bundesregierung
Gleich dreimal wird das Projekt Network.21 der Thomas-MorusAkademie im soeben erschienenen Nationalen Integrationplan der Bundesregierung erwähnt: Das Mentoringprogramm wird als Beispiel für den Versuch zitiert, jungen Frauen berufliche Orientierung zu geben. Besonderen Wert legt die Bundesregierung in der Beschreibung des Projektes auf die interkulturellen Kompetenzen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie sei eine „spezifische Ressource für die Eingliederung in den Arbeitsmarkt“.
Das Mentoringprogramm im Projekt NetWork.21 gibt Studentinnen eine Mentorin und Studenten einen Mentor an die Hand, um acht Monate lang den Übergang vom Studium in das Berufsleben zu begleiten. Die Mentorinnen und Mentoren unterstützen bei Bewerbungen und haben ein offenes Ohr für alle Anliegen in der Übergangsphase von der Ausbildung in die Arbeitswelt.
Der Nationale Integrationsplan ist eine direkte Folge des Integrationsgipfels aus dem Jahr 2006. Mit dem Plan, der zurzeit auch auf Großflächenplakaten beworben wird, will die Bundesregierung staatliche Ebenen, deutschstämmige Bürgerinnen und Bürger und Menschen mit Migrationshintergrund im Rahmen einer „nachhaltigen Integrationspolitik“ vernetzen.
9. August 2007 (Do.)
Die zweite Runde steht bevor
Fahrplan für die neue Projektphase
Fast will man es kaum glauben, dass die 1. Mentoringphase im Oktober beendet wird - aber die Vorbereitungen für die 2. Phase laufen schon an. Mit den Erfahrungen des 1. Zyklus im Hintergrund ist es möglich, die Bewerbungs- und Einstiegsphase des 2. Zyklus entspannter und zeitlich ausgedehnter anzugehen. Bereits jetzt werden vom Projektteam die Flyer und Ausschreibungen überarbeitet. Im August und September werden dann wieder die Anzeigen etc. geschaltet. Bis Ende Oktober können die Bewerbungen sowohl als Mentorin/Mentor als auch als Mentee eingereicht werden.
Im November wird es dann Aufgabe des Projektteam sein, aus der hoffentlich wieder großen Bewerbungszahl die 21 Mentees und die passenden Mentorinnen und Mentoren auszuwählen. Beim diesjährigen Matchingprozess ist u.a. eine stärkere Beteiligung der Mentees angedacht. Im Dezember werden sowohl die Mentees als auch der Mentorinnen und Mentoren in Seminaren auf ihre jeweiligen Rollen vorbereitet. Gleichzeitig werden die Seminare natürlich die Möglichkeit bieten, andere Mentees bzw. andere Mentroinnen und Mentoren kennen zu lernen und erste Netzwerke zu knüpfen.
Der Start des 2. Mentoringzyklus ist dann für Januar 2008 mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung geplant.
Soweit der Fahrplan für die 2. Mentoringphase des Projekts NetWork.21. Alle Erfahrungen zeigen aber auch, dass die beste Werbung die persönliche Empfehlung ist. Daher möchten wir vom Projektteam alle Leserinnen und Leser des Newsletters herzlich einladen, diese Infos an mögliche Interessierte weiterzugeben und sie aufzufordern, sich zu bewerben. Aber auch die Weitergabe der Infos an weitere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ist eine große Unterstützung für das Projekt. Gerne können ab Ende August Flyer (auch als pdf) in der TMA angefordert werden und für Rückfragen stehen wir vom Projektteam natürlich jederzeit zur Verfügung.
Wir von Projektteam freuen uns schon auf diesen 2. Zyklus, auf neue Gesichter, die Erweiterung der bestehenden Netzwerke, die vielfältigen inhaltlichen Diskussionen und Dialoge etc.
3. August 2007 (Fr.)
Pinar Abut
Merhaba-Teilnehmerin startet im WDR-Fernsehen durch
Pinar Abut moderiert nicht nur die Sendung "Lokalzeit" im Fernsehen des Westdeutschen Rundfunks: Sie war auch jüngste Teilnehmerin des Projektes "Merhaba" der Thomas-Morus-Akademie und begleitet nun als Mitglied im Arbeitskreis das NetWork.21.
11. März 2007 (So.)
Acht Monate Tandem fahren
Projektstart in der Thomas-Morus-Akademie
Acht Monate lang wollen sie von jetzt an gemeinsam Tandem fahren: 14 junge Frauen, sieben junge Männer und ihre 21 Mentorinnen und Mentoren. Am 24. und 25. Februar lernten die Studien- und Berufsanfänger ihre Begleiterinnen und Begleiter – allesamt erfahrene Fach- und Führungskräfte – in Bensberg kennen. Sie schlossen einen Mentoring-Vetrag ab, in dem sie ihre Ziele und die Gestaltung ihres Kontakts vereinbarten: In mindestens monatlichen Treffen, Telefonaten, E-Mails, vielleicht auch Besuchen in der Arbeitswelt des Partners wird das Tan-dem-Fahren bestehen. Eins wurde schon beim Start deutlich: Nicht nur die Mentees, auch ihre ehrenamtlichen Weggefährten freuen sich darauf, viel voneinander zu lernen.
Mit dem Wochenende in Bensberg begann die erste Mentoring-Phase des neuen Projekts Network.21. Es bringt Menschen aus ganz Deutschland zusammen, von Kiel bis Regensburg. Mehr als die Hälfte von ihnen hat Wurzeln außerhalb Deutschlands: etwa in der Türkei, in Polen, in Schweden, in Vietnam, in Mexiko oder in Peru. Network.21 will das Leben, Lernen und Arbeiten in einer "transkulturellen Gesellschaft" fördern und reflektieren.
"NetWork.21" ist eine Initiative der Thomas-Morus-Akademie, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union. Schon die Ausschreibung des Projekts fand eine große Resonanz: Über 100 Fach- und Führungskräfte aus ganz Deutschland boten ihre ehrenamtliche Mitarbeit an. Das Projekt will insbesondere die Situation von Frauen mit Migrationshintergrund bei ihrem Weg in qualifizierte Berufe verbessern. Durch die Einbeziehung einer begrenzten Anzahl von jungen Männern in das Modell soll erprobt werden, ob und welche Unterschiede sich zwischen den Geschlechtern beim Einstieg in den Arbeitsmarkt ergeben. Es geht der Akademie aber nicht allein um verbesserte Karrierechancen. Die jungen Frauen und Männer sollen auch ein Bewusstsein für ihre künftige gesellschaftliche Verantwortung entwickeln.

















